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der raum und seine leere

Erzählung, 2017

Nada ist die letzte Trägerin eines vom Aussterben bedrohten Sinnes. In einer Verwahrungsanstalt bereitet sie sich spekulierend auf den grotesken Prozess vor, in dem sie der vorsätzlichen Täuschung über ihre Herkunft angeklagt werden soll. Auf der vergeblichen Suche nach einem Spiegel beschließt sie, radikale Schritte einzuleiten und sich auf das Wesentliche zu reduzieren: Mittels einer Yogasequenz schafft sie den Sprung nach draußen & drinnen… Sie landet im Raum mit der stillgelegten Leere.

Dieser Raum ist der einzig noch übrig gebliebene angstfreie Ort auf der Welt. Doch es herrschen autoritäre Regeln: 51 Verse über die Erleuchtung aus dem Yogasutra, dem zentralen Ursprungstext der Yogaphilosophie, bestimmen hier den Alltag. Die Handlung manifestiert sich nach den Gesetzmäßigkeiten, die sich Nada im Laufe ihres skurrilen Aufenthalts enthüllen…